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Orts und Lagebeschreibung

ORTS- UND LAGEBESCHREIBUNG VON WALKERSBRUNN
LANDSCHAFTSFORMEN UND LEBENSVERHÄLTNISSE



Walkersbrunn – Pfarrort im Oberen Schwabachtal – liegt im nördlichen Einzugsbereich des Großraums Nürnberg-Fürth und Erlangen an der Staatsstraße von Igensdorf nach Forchheim:

Von Nürnberg – erreichbar über die Bundesstraße 2 bis Igensdorf – ca. 32 km,
von Erlangen – erreichbar über Neunkirchen/Brand und Ermreuth – ca. 20 km und
von Forchheim, zu dessen Landkreis der Ort gehört, ca. 17 km entfernt.

Die bis 1976 selbständige Gemeinde Walkersbrunn – mit ihren früheren Ortsteilen Kasberg, Rangen und Schlichenreuth – ist jetzt ein Ortsteil der Stadt Gräfenberg. Walkersbrunn ist durch seine Zugehörigkeit zum Landschaftsgebiet “Fränkische Schweiz” geprägt. Das gilt auch für die geologischen, geomorphologischen, klimatischen, botanischen und kulturellen Verhältnisse.

Walkersbrunn, 430 m ü. d. M., Rangen und Schlichenreuth liegen am Südhang des Oberen Schwabachtales. Kasberg, 516 m ü. d. M., liegt auf der Jurahochfläche. Den Nordhang des Schwabachtales bildet der Hetzles mit den Orten Pommer, Gleisenhof, Rödlas, Letten.
Im Talbereich liegen Dachstadt und Ermreuth. Die Schwabach mit ihren Andeutungen eines Auwaldes hat aus der Jurahochfläche das Obere Schwabachtal herausgeschnitten.

Das Obere Schwabachtal besteht in seinen Verebnungen aus Äckern und Wiesen, oft von Streuobstbeständen durchsetzt. In den Hanglagen findet sich Mischwald, in welchem die Nadelhölzer vorherrschen. Dies gilt nicht für die Waldbestände der Walkersbrunner Flur etwa von der Guttenburger- (Höfier-Holz) zur Kasberger Straße (Kirchholz) und den Hangfluren zwischen Rangen und Schlichenreuth: Dort findet sich noch der ursprüngliche Buchenlaubwald.

Für die Landschaftsformen der Gegend sind die geologisch verfestigten Ablagerungen der Jurazeit vor 180 bis 140 Mio. Jahren bestimmend. Während oberhalb von Kasberg – beim hohlen Stein – und beim Lindelberg oberhalb von Letten noch die harten magnesiumhaltigen Dolomitsteine vorkommen, wird die Steilstufe der Ränder des Schwabachtales vom weicheren, weißen Werkkalk gebildet. Dies ist deutlich zu sehen, wenn man von Walkersbrunn nach Kasberg wandert oder von Pommer in Richtung des Ortes Hetzles zum Streitbaum.

Unter den Juraschichten des Malm, die bis zu 80 m mächtig sein können, finden sich die Schiefertone des oberen Dogger. Sie sind ein wichtiger Quellhorizont. Das Trinkwasser für die Walkersbrunner Kirche und Schule, für die Höfe (Hs.-Nr. 6–8), für den „Pfeifersbauern“ und die Rangener kommt aus diesem Quellhorizont. Auch der Prüllbach mit der “Schafwäsche” in der Walkersbrunner-Kasberger Schlucht, der Vorfluter zur Schwabach, bezieht aus dieser geologischen Formation sein Wasser. Wenn die Äcker und Wiesen der Jurahochfläche stark gedüngt werden oder große Mengen schadstoffhaltiger Niederschläge erhalten, ist dieses Wasser als Trinkwasser nicht unproblematisch.

Unterhalb dieser abdichtenden Tonschicht liegt der Doggersandstein, der in vielen unserer alten Gebäude und auch im Ermreuther Schloß und der jüdischen Synagoge verbaut wurde. Die Formation des Doggersandsteins ist in ihrem ursprünglichen Zustand besonders gut linkerhand an der Straße von Walkersbrunn nach Kasberg zu sehen,
wo sich die Gedenktafel an die Walkersbrunner Flurbereinigung und der ehemalige Eiskeller des „Friedelwirts“ befindet.

Auch am Ortseingang von Schlichenreuth und bei Bodengrub am Lindelberg wird diese Formation sichtbar. Unterhalb dieser Sandsteinformation findet sich oberhalb des Opalinustons ein weiterer ergiebiger Quellhorizont. Der Mürthenbrunnen, – zwischen den Flurbereichen von Rangen, Schlichenreuth und Walkersbrunn gelegen – liefert aus diesem Quellhorizont das sandsteingefilterte, gesunde Walkersbrunner Wasser. Bemerkenswert erscheint auch, daß sich in der Regel alle Walnußbäume des oberen Schwabachtales im Bereich des Verwitterungsschuttes des Doggersandsteines finden.

Das Walkersbrunner Klima ist gemäßigt. Bei etwa 900 l/qm Niederschlag pro Jahr, nicht sehr heißen und nicht extrem kalten Wintern ist das Klima recht angenehm. Die Südhang- und Tallage beschert ein deutlich wärmeres, weniger windiges Wetter als es z. B. Kasberg kennt. Der Frühling kehrt hier i. d. R. mindestens eine Woche früher als auf der Kasberger Hochfläche ein.

Jörg-Dietrich Schmidt


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